Hochzeitsessen
"Das" Hochzeitsessen gibt es nicht. Es kann alles sein, ein großes Frühstück oder ein Brunch, ein Büffet oder ein siebengängiges Abendmenü. Die Entscheidung, auf welche Art und Weise ihr eure Gästen kulinarisch verwöhnt, hängt nicht nur vom Geschmack ab, sondern auch von Tageszeit und Örtlichkeit des Festes. Da die meisten Feste nachmittags stattfinden, werden sich die meisten für ein Menü entscheiden. Das Essen sollte einige Wochen vor dem Fest mit dem Restaurant-Koch oder dem Caterer abgesprochen werden. Diese warten in der Regel mit eigenen Vorschlägen für eine passende Kombination der Gänge auf. Eventuell könnt ihr auch ein Testessen arrangieren. Auf jeden Fall solltet ihr euch einen detaillierten Kostenvoranschlag geben lassen.
Die Reihenfolge der Gänge kennt zwei traditionelle Regeln: kalte vor warmen Speisen, Fisch vor Fleisch. Üblicherweise besteht ein Menü wenigstens aus drei Teilen: Vorspeise, Hauptgericht, Dessert. Das Hauptgericht ist entweder Fisch oder Fleisch.
Wem das zu dürftig erscheint, der kann dieses Grundmenü durch weitere Gänge aufstocken - sieben Gänge gelten hierbei als die oberste Grenze! So sieht die klassische Reihenfolge aus:
Kalte Vorspeise Suppe Zwischengericht Sorbet Hauptgang Käse Dessert/Obst Kaffee
Tipp: Ob Fisch oder Fleisch oder keins der beiden, das ist Geschmacksfrage. Die Zeiten, in denen Vegetarierer beim Bestellen schief angeschaut wurden, sind glücklicherweise längst vorbei. Wenn ihr also sicher gehen wollt, dass jeder eurer Gäste seine Gaumenfreude hat, sollte es eine Alternative zum Fleischgericht im Hauptgang geben. Oder die Möglichkeit, à la carte zu bestellen.
Büffet Die zwanglosere Alternative zum Gänge-Menü und die größere Auswahl an Speisen bietet das Büffet. Kalte und warme Speisen können kombiniert werden, für jeden ist etwas dabei. Auf diese Weise werdet ihr vielen Geschmäckern gerecht. Nicht vergessen: Das Büffet offiziell eröffnen, bevor der Run auf die Köstlichkeiten beginnt. Das könnt sowohl ihr als Brautpaar übernehmen oder auch dem Zeremonienmeister übertragen.
Allerdings hat so ein Büffet auch Auswirkungen auf die Atmosphäre des Fests: Das ständige Kommen und Gehen am Büffet bringt immer etwas Unruhe mit sich! Der Vorteil dabei: In jedem Fall durchmischt das die Gäste und fördert die Kommunikation.
Getränke Als Appetitanreger wird ein Aperitif gereicht, der dem Magen schmeichelt und ihn öffnet. Das kann ein Sherry sein, Campari, Martini, ein Glas Sekt, Kir Royal oder Champagner oder etwas Ausgefallenes wie Pimms. Feiert ihr im Hochsommer, sind gefrorene Getränke wie Daiquiri oder Margarita willkommene Abkühler. Zu einem guten Hochzeitsessen gehört ein guter Wein, weißer und roter. Zu bestimmten Fleisch- und Gemüsesorten passt allerdings ein Rosé oder Weißherbst besser, hier solltet ihr euch vom Koch/Caterer beraten lassen. Selbstverständlich steht neben dem Weinglas auch ein Glas für Mineralwasser, das den Durst löschen hilft. Es versteht sich von selbst, dass Wasser nicht das einzige nicht-alkoholische Getränk bleiben sollte, auch wenn keine Kinder eingeladen wurden. Und überzeugte Biertrinker sollte man nicht zum Wein zwingen.
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